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29.03.2018

Wichtige Ergebnisse "große Sehtestaktion" in allen 4. Klassen im Zusammenhang mit der Radfahrausbildung

Unser Foto zeigt unseren Helfer Uwe Morgenstern (pens. Polizeibeamter) in einer Essener Grundschule beim Sehtest mit einem Kind.

Die Augen sind das Sinnesorgan, mit dem wir rd. 90 % der Informationen bei der Teilnahme am Straßenverkehr aufnehmen. Sehen und gesehen werden, das ist für die Essener Verkehrswacht eine der wichtigsten Regeln ihrer Präventionsarbeit.

Daher führt die Verkehrswacht Essen e.V. seit Jahrzehnten mit eigenen ehrenamtlichen Helfern, seit mehreren Jahren mit Hilfe Essener Optiker sowie Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg "flächendeckende" Sehtests in allen Essener Grundschulen durch. Konkret wurden und werden diese Tests in den 4. Klassen im Zusammenhang mit der Radfahrausbildung in den 4 stationären Jugendverkehrsschulen angeboten.

Dieses für die Schulen bzw. Kinder kostenlose Engagement bindet erhebliche Ressourcen.

Demzufolge wurden im Schuljahr 2016/2017 insgesamt 3.856 Kinder an 61 Grundschulen getestet, von denen 618 (16 %) nicht erkannte oder nicht behandelte Sehminderleistungen aufwiesen. Gegenüber Testergebnissen aus Vorjahren stellen wir insofern leider eine Verschlechterung dieser Sehtestergebnisse fest. Ferner ist ein Nord-/Süd-Gefälle feststellbar, da z. B. von den Kindern in fünf Grundschulen des Essener Nordens und nur einer Schule aus dem Bereich des Essener Südens die Sehminderleistung über 30 % je Schule lagen. Davon lag das Testergebnis bei den 4. Klassen einer Schule aus einem nördlichen Stadtteil mit 58,3 % deutlich über der Hälfte der getesteten Kinder.

Die Verantwortlichen der Verkehrswacht gehen dabei davon aus, dass sich dies naturgemäß nicht nur negativ auf den Straßenverkehr (Sehen und gesehen werden…), sondern auch auf den schulischen Unterricht auswirkt.

Daher war es uns ein Anliegen, einer Öffentlichkeit bzw. den Medien diese repräsentativen Ergebnisse des vergangenen Schuljahres vorzustellen. Die Thematik wurde auch in Essens beiden großen Printmedien WAZ und NRZ sowie in 102.2 Radio Essen am 28.03.2018 umfassend publiziert.
Diese Beiträge enthalten auch den Appell von Herrn Amtsarzt/Leiter Gesundheitsamt Dr. Kundt an die Eltern, sofort einen Augenarzt mit ihrem Kind aufzusuchen, wenn sie eine Sehschwäche vermuten bzw. entsprechende Symptome beobachten.

Unter Hinweis auf den bestehenden Datenschutz haben wir ferner die mit uns kooperierende Schulrätin pauschal gebeten, den betroffenen Schulen entsprechende Empfehlungen zu geben.

Auch werden wir nach dem laufenden Schuljahr 2017/2018 die diesbezüglichen Sehtestergebnisse vergleichen und erneut auf die Öffentlichkeit zugehen. Vorab machen wir darauf aufmerksam, dass wir bei den laufenden Sehtests, neben wenigen Optikern und eigenen Helfern, auch von der AOK Rheinland/Hamburg und dem ACV Automobil-Club Verkehr Ortsclub Essen unterstützt werden.

Unser Appell gilt abschließend daher auch den Essener Grundschulen und insbesondere den Eltern der Grundschulkinder, bei Auffälligkeiten der Sehleistung ihrer Kinder einen Optiker bzw. ggfl. den Augenarzt aufzusuchen, um den geschilderten Gefahren vorzubeugen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere auch den beteiligten neun Optiker-Betrieben, beiden Verkehrswächtern und der AOK Regionalstelle Essen für ihre Unterstützung. Bitte weiter so…

Unser Foto zeigt unseren Helfer Uwe Morgenstern (pens. Polizeibeamter) in einer Essener Grundschule beim Sehtest mit hierauf wartenden Kindern.
Unser Foto zeigt unseren Helfer Uwe Morgenstern (pens. Polizeibeamter) in einer Essener Grundschule beim Sehtest mit hierauf wartenden Kindern.