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15.06.2020

Große Sehtestaktion für alle Essener 4.-Klässler



Die Augen sind das Sinnesorgan, mit dem wir rd. 90 % der Informationen bei der Teilnahme am Straßenverkehr aufnehmen. Sehen und gesehen werden, das ist für die Essener Verkehrswacht eine der wichtigsten Regeln ihrer Präventionsarbeit.

Daher führt die Verkehrswacht Essen e.V. seit Jahrzehnten mit eigenen ehrenamtlichen Helfern, seit mehreren Jahren mit Hilfe Essener Optiker sowie Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg "flächendeckende" Sehtests in allen Essener Grundschulen durch. Konkret wurden und werden diese Tests in den 4. Klassen im Zusammenhang mit der parallel stattfindenden Radfahrausbildung in den vier stationären Jugendverkehrsschulen angeboten.

Dieses für die Schulen bzw. Kinder kostenlose Engagement bindet erhebliche Ressourcen.

Die Sehtestergebnisse des Schuljahres 2018/2019 ergaben bei insgesamt 3.826 Kindern aus 72 von 84 Grundschulen Sehminderleistungen bei 722 Schüler/innen (somit 18,9  %). Zwischenzeitlich liegen uns die aktuellen Testergebnisse für das auslaufende Schuljahr 2019/2020 bis zum Zeitpunkt der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie vor.

Gleichwohl ist es uns mit unseren beiden Sehtestern und Unterstützung einiger Optikerbetriebe gelungen, bis zum "Lockdown" 2.242 Kinder parallel zur Radfahrausbildung zu testen.

Unser Ehrenamtler Bernd Schüßler, der maßgeblich die komplizierte Auswertung der Sehtestergebnisse bearbeitet hat.
Unser Ehrenamtler Bernd Schüßler, der maßgeblich die komplizierte Auswertung der Sehtestergebnisse bearbeitet hat.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass hiervon 461 Kinder - somit rd. jedes fünfte Kind - nicht erkannte oder nicht behandelte Sehminderleistungen aufwiesen (20,6 %). Konkret handelte es sich um 205 (9,1 %) Jungen und 256 (11,4 %) Mädchen. Wiederum ergibt sich leider ein gewisses Nord-/Südgefälle. Beispielhaft lagen die Sehminderleistungen in einer Schule des Essener Nord/Ostens bei 55,1 % während die geringste Quote allerdings bei einer Schule im Essener Osten (Freisenbruch) bei 2,0 % lag.

Hierzu erfolgten auch umfangreiche Publikationen in Essens beiden großen Printmedien WAZ und NRZ am 10.06.2020.

Gerade wegen der augenblicklichen Beschränkungen und Probleme ist es uns daher ein besonderes Anliegen, an die betroffenen Schulen und insbesondere Eltern zu appellieren, mit den betroffenen Kindern einen Augenarzt oder zumindest Optikerbetrieb aufzusuchen. Sicherlich wird eine breite Öffentlichkeit ein besonders Interesse daran haben, dass dieser durch Corona benachteiligte Schuljahrgang nicht noch zusätzliche Benachteiligungen durch nicht behandelte Sehminderleistungen erfährt.

Wir bedanken uns zugleich bei den kooperierenden Optikern, unseren beiden Sehtestbeauftragten, der AOK Rheinland/Hamburg und dem ACV Automobil-Club Verkehr/ Ortsclub Essen für die wiederum geleistete Unterstützung.

Unser Foto zeigt unseren Sehtestbeauftragten Uwe Morgenstern (pens. Polizeibeamter) in einer Essener Grundschule beim Sehtest mit hierauf wartenden Kindern (vor dem Corona-Lockdown).
Unser Foto zeigt unseren Sehtestbeauftragten Uwe Morgenstern (pens. Polizeibeamter) in einer Essener Grundschule beim Sehtest mit hierauf wartenden Kindern (vor dem Corona-Lockdown).