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Die Erwachsenen finden Emil genau so toll wie die Kinder. Andreas Malberger/Leiter Verkehrsinspektion 1 Polizei Essen (r.), Hauptorganisatorin der Aktion Stephanie Kersten/Leiterin der Jugendverkehrsschule Gruga (4.v.r.), Dirk Schäfer/Leiter der Jugendverkehrsschule Grillostraße (l.) mit den Kolleginnen Morks und Engelhardt von der Verkehrsunfallprävention sowie die Bezirksbeamten Robusch, Humm, Osterkamp und Gerlach. In Grün: Maria Brendel-Sperling, Geschäftsführerin der Verkehrswacht Essen

Radio Essen mit Maskottchen Emil in der Jugendverkehrsschule Gruga

Grundschulkinder lernen mit viel Spaß die wichtigsten Verkehrsregeln

Essen, den 07.10.2024

Am Montag, den 07.10.2024, war die Aufregung in vier Essener Grundschulen groß. Die Kinder der vierten Klassen der Grundschule Haarzopf, der Theodor-Heuss-Grundschule, der Bardelebenschule und der Käthe Kollwitz Schule hatten einen Besuch in der Jugendverkehrsschule Gruga gewonnen, wo sie Emil, das Maskottchen von Radio Essen, treffen sollten.

Doch bevor die Kinder Emil die Verkehrsregeln erklären konnten, mussten sie zunächst zeigen, dass sie selbst fit genug sind, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und z.B. den Weg zur Schule alleine zurückzulegen.

Auch an einer Kreuzung, die durch eine Ampel geregelt ist, müssen die Kinder das richtige Verhalten lernen.

Stephanie Kersten, Leiterin der Jugendverkehrsschule Gruga, hatte sich tatkräftige Hilfe von Kolleginnen und Kollegen der Verkehrsunfallprävention und dem Bezirksdienst geholt, so dass es für die Kinder nicht zu einfach war. So waren z.B. uniformierte Fahrradfahrer unterwegs, auf die die Kinder achten mussten. Natürlich wurde auch das Überqueren der Fahrbahn an der Ampel oder an Stellen, wo weder eine Ampel noch ein Zebrastreifen ist, geübt. „Nicht rennen, nicht pennen“, diese Aufforderung von Stephanie Kersten verstanden die Kinder sofort. Sie sollten darauf achten, wann die Ampel grün wird und zügig die Straße überqueren, aber eben nicht rennen. Denn das birgt die Gefahr zu stürzen und dann wird es richtig gefährlich. Gerade erklärt, verlor ein Kind beim nächsten Überqueren der Straße seinen Schuh. Zum Glück fahren in der Jugendverkehrsschule keine Autos, so dass der Schuh unversehrt gerettet werden konnte.

Wer mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs ist, trifft im Straßenverkehr und sogar in der Jugendverkehrsschule immer wieder auf besondere Herausforderungen. Für diese tolle Aktion stieg der Leiter der Verkehrsinspektion 1 Andreas Malberger (vorderes Rad) persönlich aufs Rad.

Doch plötzlich wurden die Kinder unruhig. „Da ist Eeeemiiiil!!!“. Das Maskottchen kam in aller Seelenruhe heranspaziert, ging einfach so über die Straße oder kam gar mit der Rikscha angefahren und stieg mitten auf der Straße aus, ohne auf den Verkehr zu achten. „Neeeeein“ und „Aaaaachtung“ hallte es durch die Jugendverkehrsschule und Emil blieb ganz erschreckt stehen. Was war denn los? Hatte er etwa etwas falsch gemacht? Das erklärten ihm die Kinder, nahmen ihn an die Hand und zeigten ihm, wie man richtig die Straße überquert. „Links, rechts, links, rechts“ riefen die Kinder im Chor und alle überquerten sicher die Straße, inklusive Emil, der sich mit „High five“ bei den Kindern bedankte und alle abklatschte.

Emil hat schon viel gelernt und trotzdem ist es den Kindern sicherer, wenn sie Emil beim Überqueren der Straße an die Hand nehmen.

An diesem Tag hat sich wieder erwiesen, wie wichtig der Schonraum der Jugendverkehrsschulen ist. Nur hier können die Kinder spielerisch und noch dazu mit viel Spaß die Verkehrsregeln lernen, bei dieser besonderen Aktion zu Fuß und das ganze Jahr über mit dem Rad. Jedes Kind in Essen, unabhängig davon, ob es selbst ein Rad besitzt oder nicht, lernt hier das sichere Radfahren, um später gemeinsam mit Lehrern und Eltern und unter Leitung der Beamtinnen und Beamten der Verkehrsunfallprävention zu zeigen, dass es sich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewegen kann. Ohne den Schonraum der Jugendverkehrsschulen bliebe einem Teil der Kinder diese Erfahrung und dieses Können verwehrt.

Stephanie Kersten, Leiterin der Jugendverkehrsschule Gruga, muss sich zwischendurch dann doch ‚mal persönlich um Emil kümmern :-).
Emil kam in der Rikscha angefahren und musste erst lernen, dass es gefährlich ist, wenn man mitten auf der Straße aussteigt.
Costas Mitsalis von Radio Essen im Interview mit den Kindern.

 

Wir bedanken uns bei Radio Essen für die tolle Verkehrssicherheitsaktion und bei allen Beamtinnen und Beamten, die sich in der Verkehrsunfallprävention und im Bezirksdienst dafür engagieren, dass die Kinder sich sicher im Straßenverkehr bewegen können.

Timm Schröder von Radio Essen mit Anja Löhrmann/Vorsitzende der Verkehrswacht Essen (l.) und Sabine Gremme, die sich im Amt für Straßen und Verkehr um die Jugendverkehrsschulen kümmert.
Maria Brendel-Sperling, Geschäftsführerin der Verkehrswacht Essen, freute sich über ein Foto mit Emil.

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